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Aus den Gemeinden

Geschichtszeugnis bekommt einen neuen Platz

Seit 160 Jahren steht die katholische Kirche St. Franziskus in Gummersbach. Der heutige Bau wurde schon einmal abgerissen und erneuert. Nur der Turm existiert noch von der alten Kirche. Aber sie ist nicht die erste Kirche. Vorher gab es noch eine Kapelle, wie aus Annalen der Gemeinde St. Franziskus hervorgeht.

Bereits 1830 hatte der damalige Bürgermeisterverwalter und Beigeordnete, der Fabrikant Christian Pickhard, einen Aufruf erlassen, „wie wichtig es ist, wenn die Katholiken sich hier im Ort erbauen können“. Dieser Aufruf wurde von sämtlichen „bemittelten Einwohnern“ von Gummersbach unterzeichnet. Der Gummersbacher Kaufmann Johann Caspar Heuser schenkte einen Morgen Land „zur dinglichen Nutzung“ für den Bau einer Kirche und des Friedhofs und später noch einmal einen halben Morgen Land. Wie in den kirchlichen Aufzeichnungen zu lesen ist, gab es Geldzuwendungen unter anderem von Prinz Friedrich von Preußen und Franz Freiherr von Fürstenberg-Stammheim. Am Festtag St. Peter und Paul, dem 29. Juni 1838, konnte der Grundstein für die Kirche gelegt werden. Am 17. Oktober 1839 weihte Pfarrer Dünner, der Dechant von Wipperfürth, die Kapelle ein.

Hier noch eine kleine Einfügung der Schreiberin dieses Berichts: Es wird erwähnt, dass die Fakten in den Aufzeichnungen der Gemeinde St. Franziskus zu lesen seien. Aber mit dem Lesen war es nicht so einfach, denn sie waren handschriftlich in Sütterlin, der alten deutschen Schrift geschrieben! Und wer kann noch Sütterlin lesen? Rosemarie Köhler, ein Mitglied der Gemeinde, konnte behilflich sein, so dass der Artkel erstellt werden konnte.

So weit die Vorgeschichte der Kirche St. Franziskus. Hinter der heutigen Kirche, oberhalb des Parkplatzes, steht ein großes Steinkreuz mit einer eingearbeiteten Steintafel: „Zur Erinnerung der Erbauung der katholischen Kirche zu Gummersbach im Jahre 1839“. Dieses Kreuz ist ein wichtiges Geschichtszeugnis, das auf den Bau der ersten Kirche hinweist. Im Rahmen der kommenden Bauarbeiten für das Haus Franziskus mit dem Seniorenheim und dem Pfarrsaal, kann das Kreuz nicht mehr an seinem bisherigen Platz stehen bleiben.

Mit großer Vorsicht wurde das Kreuz von seinem Sockel gehoben, um dann, nachdem es aufgearbeitet wurde, an neuer Stelle wieder aufgestellt zu werden. Kreisdechant Pfr. Christoph Bersch beobachtete die Arbeiten und stellte fest: „Wir möchten, dass das Kreuz, entsprechend seiner historischen Bedeutung, nach dem Neubau des Haus Franziskus einen würdigen Platz an einer exponierten Stelle findet“.

Pastor Christoph Bersch und die Kirchenvorstandsmitglieder Rita Sackmann und Norbert Haas stehen vor dem Steinkreuz bevor es in die Lüfte gehoben wird

Plakette auf dem Steinkreuz

 

 

 

 

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