Aus den Gemeinden

Fahrradwallfahrt nach Kevelaer

Im Jahr 2018 wurde nach der Radwallfahrt nach Maria Laach spekuliert, ob es in 2019 wieder eine Radwallfahrt geben würde. HGK war es, der dann letztendlich eine neue Route nach Kevelaer ausbaldowerte.

Da unser altbewährter Tourenbegleiter Achim aus beruflichen Gründen ausfiel, mussten wir uns etwas Neues einfallen lassen. Und so kamen Heinz-Gerd Remerscheidt und Wolfgang Trapp ins Spiel. Ersterer besorgte von seinem Schwiegersohn eine Transportmöglichkeit für unser Gepäck und einen großen Teil der Räder, um bis nach Hbf. Köln zu kommen. Der Zweite wurde als Fahrer und Transporteur verpflichtet. Obwohl als wortkarg bekannt, löste er seine Aufgaben bravourös.

Ab Köln Trankgasse ging es dann mit 12 Radpilgern ein gutes Stück am Rhein entlang Richtung Fühlinger See. Dort war auch unser erster Haltepunkt. Nach der Pfingstnovene fuhren wir weiter bis zum  Kloster Knechtsteden, unserem zweiten Haltepunkt. Letzte Station vor unserem Etappenziel am ersten Tag war Wevelinghofen, wo Kaplan Galetti uns in einem alten, restaurierten Gebäude, das seine schöne neue Wohnung war, mit Kuchen, Espresso und kalten Getränken bewirtete.

Danach ging es weiter bis zu unserer ersten Übernachtung im Nikolauskloster bei Jüchen. Tagesetappe ca. 51 km. Es war erst einmal ein toller Anblick der gesamten Anlage. Um 18.00 Uhr war Abendessen angesagt, das wir noch soeben erreichen konnten. Nach dem Essen feierten wir eine Hl. Messe mit Niccolo in der Klosterkirche. Der Abend klang aus mit Spielen und Gesprächen.

Der zweite Tag führte uns dann  zur Jugendherberge in Brüggen, in der Nähe der niederländischen Grenze. Unterwegs gab es noch einen Halt in Rheindalen. In der JH Brüggen hatten wir einen Grillabend vorgesehen. Das Wetter spielte mit und das Team der JH hatte alles vorbereitet. Es gab Würstchen und Putenschnitzel, leckere Salate, Dips und Stangenbrot. Grillmeister war Hans-Gerd.

Geschlafen wurde in Mehrbettzimmern, streng getrennt nach Männlein und Weiblein. Nach einem guten Frühstück machten wir uns dann auf den Weg nach Kevelaer. Wir machten Zwischenstopps bei unseren niederländischen Nachbarn in Venlo und in Arcen.  Nachmittags erreichten wir dann Kevelaer. Vor der Gnadenkapelle wurde eine kurze Andacht mit unserem Diakon Willi Liebing gehalten, bevor wir unser Quartier im schönen Priesterhaus bezogen.

Nach dem Abendessen verbrachten wir einige frohe und lustige Stunden im Biergarten des „Goldenen Schwans“. Wir wurden hier von einer sehr netten und kompetenten jungen Frau hervorragend versorgt.

Am nächsten Morgen feierten wir nach dem Frühstück die Hl. Messe in der „Maria-Königin-Kapelle“, wo unsere Pilgergruppe namentlich erwähnt wurde. Nach dem Mittagessen wurde es Zeit, die Räder zu verladen. Damit auch alle Räder untergebracht werden konnten, war Johannes Pütz noch zusätzlich mit einem Transporter der Malteser nach Kevelaer gekommen. Dann ging es mit der Bahn zurück nach Dieringhausen. Für alle Beteiligten waren es schöne Tage des Erlebens und der Besinnung.

Text und Fotos:
Hans-Gerd Klein

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