von Pfr. Jan L. Urban, Pfarrvikar

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Jemand eben eine große Freude erlebt hat, sagt er vielleicht, er sei wunschlos glücklich.
Aber solche Augenblicke gehen schnell vorüber. Wir haben immer Wünsche und das ist gut so, denn wenn wir keine Wünsche mehr hätten, wären wir Menschen ohne Hoffnung, wären wir „wunschlos unglücklich“, es sei denn, wir gehörten zu den ganz wenigen weisen Menschen.
Der Mensch ist auf Hoffnung angelegt. Er erwartet stets, dass sich dies und jenes zum Besseren wendet, und das etwas Ersehntes kommt.
Warten auf das Ankommen, die Ankunft von dem, was uns zum Glück und Heil dient, das ist Advent.
Wenn wir im Advent das Kommen des Erlösers erwarten, dann verbirgt sich dahinter eine menschliche Grundsituation: Jeder Tag lässt uns fühlen, dass die Welt nicht so ist, wie wir sie uns wünschen, wie sie sein sollte.
Jeden Tag halten wir Ausschau nach dem, was die Welt besser machen und erlösen könnte, auch wenn uns dieses Ausschauen oft gar nicht bewusst wird. Es wird aber entscheidend sein, durch WAS oder durch WEN wir uns Erlösung erwarten.
Die Vorfreude auf die Erlösung wird ausgedrückt durch den Beinamen am dritten Adventssonntag „Gaudete“ aus dem Lateinischen “Freut Euch“.
Als Christinnen und Christen warten wir auf Jesus, den Erlöser der Welt.
Die Geburt, die wir an Weihnachten feiern werden, macht uns Hoffnung und Freude.
So wünsche ich auch im Namen des Seelsorgeteams einen gesegneten dritten Advent.

Pfr. Jan L. Urban, Pfarrvikar

Weitersagen: