Der Impuls von Pastor Christoph Bersch

Liebe Gemeindemitglieder!

In allen Ländern unserer Erde begehen wir heute den Weltmissionssonntag. Viele kennen noch Ordenspriester aus unseren oberbergischen Gemeinden, die in den Missionsgebieten etwa in Afrika, Asien oder Südamerika wirkten: Pater Remmel aus Engelskirchen, Pater Schneider aus Gummersbach… In Derschlag gibt es bis heute die monatliche Türkollekte für die indische Mission. Inzwischen sind es diese sogenannten „jungen“ Kirchen, die unsere ein wenig eingerostete „alte Kirche“ beleben und unterstützen. Priester aus der Weltkirche unterstützen uns: Indien, Uganda – und ganz aktuell in der Person unseres neuen Kaplans Emmanuel Jatau aus dem Norden Nigerias, der seit Anfang September bei uns wirkt und den viele von Ihnen schon kennengelernt haben.

„Weltmissionssonntag“ – das heißt in unserer Zeit zu entdecken, dass wir selbst ein Stück „Missionsland“ geworden sind. Mehr noch: dass die Kirche als Ganzes und von ihrem Wesen her „missionarisch“ ist: gesendet, die Frohe Botschaft in Wort und Tat zu verkünden. Wie schön ist es, diese weltweite Verbundenheit und Solidarität zu erfahren! Die Weltkirche hilft uns, dass wir nicht nur um uns selbst kreisen. Dass wir Freude und Hoffnung miteinander teilen. Aber auch Trauer und Leid. In unseren Gemeinden leiden viele Menschen daran, dass die Glaubensweitergabe an die nächste Generation ins Stocken geraten ist. Kinder nicht mehr getauft werden. Menschen nicht mehr Rede und Antwort stehen können, wenn sie nach dem Grund ihres Glaubens und ihrer Hoffnung gefragt werden.

Teilen dürfen wir auch die Anliegen und Sorgen unserer Schwestern und Brüder in anderen Ländern. Kaplan Jatau erzählte mir in dieser Woche von landesweiten Protesten der jungen Generation in Nigeria angesichts der immer schlimmer werdenden Korruption im Land. Sie setzen sich ein für eine gute Zukunft. Doch ähnlich wie in Belarus schreitet die Polizei mit großer Brutalität ein. Menschen opfern ihre Freiheit, ihre Gesundheit, ja ihre Existenz für ein Leben in Frieden und Gerechtigkeit. Beten wir an diesem Weltmissionssonntag 2020 ganz konkret für die Christen in Nigeria und alle, die sich dort für das Wohl anderer einsetzen. Im 2.Petrusbrief (3,13) heißt es: „Wir erwarten einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt.“ Beten und bauen wir mit an dieser neuen Welt!

Einen gesegneten Weltmissions-Sonntag, Gesundheit und Achtsamkeit in diesen Pandemie-Zeiten wünscht Ihnen im Namen des ganzen Seelsorgeteams

Ihr Pastor Christoph Bersch

 

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