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Der Impuls

von Norbert Huthmacher, Diakon

Zeichen gesehen und doch nichts begriffen?

Liebe Schwestern und Brüder,

es ist immer falsch, wenn wir Menschen aus früheren Zeiten, unser heutiges Wissen und Denken unterschieben, und wir uns dann wundern und fragen, warum die Menschen damals so anders oder auch falsch reagiert haben. Das kann einem auch passieren, wenn man das Evangelium des 3. Fastensonntag liest. Da treibt Jesus die Verkäufer und Geldwechsler aus dem Tempel hinaus, weil sie mit ihren Geschäften dem Tempel Gottes Unehre antun. Die Menschen dort fragen sich natürlich, woher Jesus denn seine Autorität hat, im Tempel „aufzuräumen“. Sie fordern daher ein Zeichen.

Machen wir heute einen Fehler, wenn wir uns über das Verhalten der Menschen im Tempel wundern? Wenn wir vielleicht denken: warum verstehen die nicht? Warum haben die Gottes Haus nicht einfach zum Gebet genutzt anstatt zum Geschäfte treiben? Ich kann das nicht einfach beantworten, glaube aber, dass es etwas zeitlos Gültiges gibt in diesem Text, in diesem Ereignis.

Hier ist etwas passiert, dass auch heute noch auf andere Weise passiert: etwas Heiliges wurde von Menschen für rein menschliches, allzu menschliches verwendet. Man wollte im Tempel Geld verdienen, Geschäfte machen. Allzu selbstverständlich, gehen die Leute mit dem Heiligen um; meinen zu wissen, wozu das alles da ist; meinen zu wissen, was man so alles darf und was nicht. Und das gibt es heute auch noch: wir wissen alle so gut, wozu die Kirche da ist; wir wissen alle allzu gut, wie es denn in unseren Gemeinden zu laufen hat; ganz viele meinen, die anderen müssten nur meine Frömmigkeit haben, dann wäre schon alles gut; oder: wenn sich doch alles so verändern würde, wie ich es will, dann klappt das schon mit Gemeinde, Pfarrei, Kirche und Bistum.

Wie oft setzen wir unsere Meinung absolut und denken, dass wir es schon richtig wissen? Wie oft fordern wir unbewusst Zeichen von anderen, die zeigen, dass ich doch im Recht bin?

Wie wäre es denn, wenn wir den Rest der Fastenzeit dazu nutzen, mal von der eigenen Meinung ein Stück loszulassen? Wir können uns auch mal aufrichtig für die Meinung der anderen interessieren. Vielleicht verpassen wir das Wichtigste in unserer Selbstsicherheit und unserer Geschäftigkeit. Von Jesus forderte man Zeichen, was fordern wir nicht alles (und das ganz oft, ohne das wir es selbst merken).

Um sich für Jesus zu öffnen, müssten wir – glaube ich – oft viel gelassener werden.

Mit den besten Grüßen im Namen des Seelsorgeteams,

Ihr

Norbert Huthmacher, Diakon

 

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