von Kaplan Johannes Kutter

„Ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll“

(Lk 2,10).

Auf diesen Satz aus dem Mund des Engels im Weihnachtsevangelium bewegen wir uns derzeit zu, diese Weihnachtsfreude ist das große Ziel der gesamten Adventszeit. Daher ist auch die Adventszeit nicht nur eine Buß- oder bloße Vorbereitungszeit, sondern vor allem auch eine Zeit der Vor-Freude.

Die derzeitigen Umstände dämpfen 2020 jedoch vielerorts diese Vor-Freude. Aber natürlich gab es das Grundphänomen auch schon vor diesem Jahr: Besondere oder normale Umstände, äußere oder innere Not sorgen immer wieder dafür, dass Menschen die weihnachtliche Freude nicht erleben können. Freude und Vorfreude sind keine Selbstverständlichkeit, und einfach anschalten wie einen Lichtschalter oder gar erzwingen kann man sie nicht.

Und doch soll nach den Worten des Engels am Weihnachtstag die Frohe Botschaft und die damit verbundene Freude „dem ganzen Volk zuteilwerden“. Wie soll das gehen? Genau da liegt unsere Aufgabe als Christen in der Adventszeit: zum einen uns selbst gut vorbereiten und die eigene Vorfreude wecken, zum anderen aber auch das uns Mögliche tun, damit andere Menschen die gleiche Freude verspüren und erfahren können.

Wie das ganz praktisch gehen kann, zeigt uns das Beispiel des Heiligen Bischofs Nikolaus, der die Frohe Botschaft verkündet hat, aber auch mit ungewöhnlichen, aber ganz einfachen Mitteln die Not seiner Mitmenschen gelindert hat und ihnen damit die Glaubensfreude ermöglicht hat. Dieses Zeugnis in Wort und Tat macht ihn bis heute so beliebt, und damit passt er so gut in die Adventszeit!

Einen gesegneten Zweiten Advent und einen frohen Nikolaustag, auch im Namen des gesamten Pastoralteams,

wünscht Ihr und Euer

Kaplan Johannes Kutter

Weitersagen: