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Der Impuls

Bibel, ©Tom Kattwinkel

Der Impuls –

von Kaplan Emmanuel Jatau

Liebe Schwestern und Brüder in Christus,

an diesem dreißigsten Sonntag des Jahreskreis erinnert uns die Kirche daran, dass der Herr ein gerechter Richter ist, der die Demütigen und die Gerechten bevorzugt.

In der ersten Lesung preist Sirach die Gerechtigkeit Gottes gegenüber den Armen, den Waisen, den Witwen und den Schwachen in unserer Gesellschaft. Dies geschieht in einer Zeit, in der ein gerechtes Urteil der Vergangenheit angehört und der Meistbietende gewinnt. Im „himmlischen Gericht“ bleibt Gott, der gerechte Richter, entschlossen, dafür zu sorgen, dass die Gerechtigkeit aufrechterhalten wird.

Wir sind aufgerufen, wie Gott, der gerechte Richter, zu sein, der die Tugendhaften freispricht, indem er ein gerechtes Urteil fällt. Außerdem versichert uns Sirach, dass Gott, wenn wir demütig sind, beten und beharrlich Gutes tun, sicher da sein wird, um uns zu rechtfertigen, wie der Psalmist sagt: „Der Herr hört den Schrei der Armen“ (Ps 34,6).

In der zweiten Lesung erwartet Paulus, der seine Rolle perfekt gespielt hat, nun zuversichtlich das gute Urteil des gerechten Richters. Er behauptet von sich kühn: „Ich habe den guten Kampf bis zum Ende gekämpft, ich habe den Glauben bewahrt; alles, was jetzt noch kommt, ist die Krone der Gerechtigkeit, die für mich bestimmt ist.“

Es gibt nur eine Sache, die einem eine solche Zuversicht geben kann. Das ist ein Leben, das in Demut und Gottesfurcht gelebt wird. Wenn wir bereits ein gutes und demütiges Leben führen, dürfen wir nicht aufhören. Vielmehr müssen wir bis zum Ende und bis zur Ziellinie kämpfen. Als Paulus den Wettlauf noch nicht beendet hatte, schrieb er: „Ich behaupte nicht, dass ich schon angekommen bin… Ich gehe weiter auf das Ziel zu, um den Preis zu gewinnen“ (Phil 3,12-14).

Im Evangelium erinnert uns Jesus daran, dass das Gericht „Gott gehört, der alles erforscht, was den Verstand erforscht“ (Jer 17,10). Er ist derjenige, der alle unsere Absichten und Handlungen kennt. Es ist also nicht an uns, über andere zu urteilen, denn das menschliche Urteil kann manchmal voreingenommen sein. Was sich zwischen dem Zöllner und dem Steuereintreiber abgespielt hat, ist typisch für das Szenario, das wir jeden Tag erleben.

Selbstgerechte Menschen urteilen oft aufgrund ihrer eigenen Geistesschwäche und ihrer Unkenntnis darüber, wie Gott handelt, falsch über andere. Solche Menschen sehen sich selbst als Vorbild, dem andere nacheifern müssen, oder als wären sie die einzigen, die heilig sind. Sie haben immer die „heiliger als du“-Haltung. Deshalb sind sie schnell dabei, andere zu verurteilen. Doch Gott urteilt anders.

 

Schließlich dürfen wir uns nicht dort hinstellen, wo wir nicht hingehören, und andere dort hinstellen, wo wir meinen, dass sie hingehören sollten. Vielmehr müssen wir demütig unsere Nichtigkeit, Verletzlichkeit und Schwäche vor Gott, dem gerechten Richter, anerkennen. Christus, der gerechte Richter, der den demütigen Zöllner freigesprochen hat, sagt uns heute: „Jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“

Friede sei mit euch allen!

Im Namen des Pastoralteams

Kaplan Emmanuel Jatau

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