von Diakon Rolf Faymonville

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

im heutigen Sonntagsevangelium haben wir den ersten Teil des Testaments Jesu vor uns. Der Evangelist Johannes beschreibt, was Jesus seinen Jüngern als Vermächtnis hinterlässt, und mutet uns damit einen höchst komplexen und gedanklich dichten Text zu. So was wollen wir in der heutigen Zeit, die uns eh schon mit vielen schwierigen Fragen und komplexen Problemen belastet, nicht unbedingt hören.

Aber es lohnt sich, einen genaueren Blick auf den Text zu wagen und über ihn nachzudenken. Denn über alles Verstehen von schwierigen Sachverhalten hinaus will Jesus uns in seinem Testament vor allem eines vermitteln: Zuversicht, Hoffnung, Mut. Egal, ob wir alles verstehen, was uns in dieser Welt oder im Glauben abverlangt wird. ER ist bei uns, wir gehören zu IHM, wir sind SEIN. Und wir sind mit Gott durch Jesus Christus vereint. Nichts kann uns von IHM trennen, wenn wir uns an IHN halten, wenn wir auf Jesus Wort hören und vertrauen.

Das ist die Kernaussage des heutigen Johannesevangeliums. Und das kann uns auch heute in Corona-Zeiten helfen. Denn es gibt viele Einschränkungen, die wir auch in der Kirche hinnehmen müssen, es gibt viele Sorgen, die die Menschen nun haben: Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Unternehmensinsolvenz, Zukunftsangst, „Lernen auf Distanz“, Doppelbelastung in Familie und Beruf usw. Aber Nichts davon kann uns von der Liebe Gottes trennen, nichts kann uns und die sicher gute Zukunft, die Gott uns durch Jesus versprochen hat, zerstören, nichts kann uns etwas anhaben.

Jesus betet am Ende des Kapitels 17 um die Basis für diese Hoffnung: „Vater, lass alle eins sein“. Wir sollen verbunden bleiben in der Liebe, in der Fürsorge und im Respekt vor den Mitmenschen. Wir müssen nur zusammenhalten und einander unterstützen in belastenden Zeiten, das Leben des Anderen wie unser eigenes lieben und schützen. Gemeinsam und mit Gottes Hilfe wird alles gut!

Herzliche Grüße auch im Namen des ganzen Pastoralteams!                                                                                                                                                                          Ihr Diakon Rolf Faymonville

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