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Der Impuls

Der Impuls –

von Diakon Rolf Faymonville

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

ich finde es sehr ermutigend zu lesen, wie Jesus mit der Sünderin im heutigen Evangelium umgeht. Jesus lehrt die Menschen im Gotteshaus, als ihm die „Oberschlauen“ und „Superfrommen“ eine Ehebrecherin bringen und von Jesus ein Urteil über sie erwarten. Sie wollen eigentlich Jesus damit nur eine Falle stellen. Und Jesus? Er reagiert gar nicht, malt einfach in den Sand und lässt sie mit ihren bösen Absichten ins Leere laufen. Als sie weiter auf eine Antwort drängen, sagt er: „Wer von Euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.“ Und einer nach dem anderen zieht beschämt von dannen. Sie erkennen, dass sie selbst auch Sünder sind.

Wie anders läuft das doch bei uns! Wir fühlen uns oft moralisch besser als die anderen, wissen selbst am besten, was gut und richtig ist und wollen, dass alles nach unserem Gusto läuft. Wir sehen nicht ein, dass auch wir eigentlich nur von der Vergebung leben, die uns geschenkt wird, die wir aber nicht einfordern können. (Ganz nebenbei: deshalb mag ich nicht die Formulierung: „Ich entschuldige mich.“ Denn ich kann den anderen nur um Verzeihung bitten, aber nicht mich selbst entschuldigen. Entlarvend, dass wir uns selbst zu dem erklären, der die Entschuldigung vollzieht, statt uns vom anderen abhängig zu machen.)

Jesus schenkt der Frau einen Neuanfang. Er verurteilt sie nicht. Aber er nimmt sie auch in die Pflicht: „Geh und sündige von jetzt an nicht mehr.“

Die Vergebung Gottes setzt voraus, dass ich auch wirklich umkehren und mich ändern will. Der feste Vorsatz, von jetzt an anders zu handeln ist unverzichtbar, um wirklich neu anfangen zu können. Sonst würden wir Gott für einen gutmütigen Trottel halten, der schon alles in seiner unermüdlichen Liebe zudeckt, was wir an Bösem anstellen. Leider erziehen manche Eltern ihre Kinder so – und prägen damit junge Menschen, die keine Grenzen kennen und respektieren. Liebevolle Vergebung und ermutigende Ermahnung gehören zu einem respektvollen Miteinander.

Liebe und Barmherzigkeit – eine Lebensgrundlage für uns, ohne die wir keinen Tag leben könnten – aber eben auch eine Aufgabe, uns ständig weiter zu entwickeln, uns immer wieder neu auf den Weg zu machen, ebenfalls zu lieben und barmherzig zu sein. In Zeiten des Krieges oder der Kirchenkrise eine wahrlich nicht leichte Aufgabe. Aber Gott ermutigt uns dazu – und das bevorstehende Osterfest macht uns deutlich: mit IHM an unserer Seite kann es gelingen, das Böse, den Tod, die Selbstgefälligkeit und den Irrtum zu überwinden und ein neues Leben anzufangen. Seien wir zuversichtlich, machen wir uns auf!

Mit herzlichen Grüßen auch vom gesamten Pastoralteam

Ihr Diakon Rolf Faymonville

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