Voriger
Nächster

Der Impuls

von Diakon Rolf Faymonville

Liebe Schwestern und Brüder in Christus!

Im heutigen Evangelium begegnet uns ein Jesus, der ziemlich unverschämt auftritt. Die Schriftgelehrten halten ihn wegen seines Umgangs mit Menschen, die nicht den gültigen Normen entsprechen, die psychisch oder körperlich krank sind, für einen, der mit dem Satan im Bunde ist. Seine Angehörigen empfinden ihn als Schande für die Familie, als  einen, der von Sinnen ist und ein unerhörtes Gottesbildes proklamiert. Sie wollen ihn gar mit Gewalt nach Hause holen und von der Öffentlichkeit fern halten, so sehr nehmen sie Anstoß an Jesus.

Als sie ihn dann auffordern lassen, zu ihnen heraus zu kommen und die Leute sagen, dass seine Familie und seine Mutter ihn sprechen wollen, antwortet Jesus etwas Ungeheuerliches: „Wer sind meine Mutter und meine Brüder?“ Ein riesiger Affront gegen seine Familie, gegen die Eltern, die man doch ehren soll! Aber Jesus ist so im Eifer für die Botschaft Gottes, dass er keine Rücksicht auf familiäre Bande und Traditionen nimmt. Er bricht mit seiner Familie und sagt: „Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.“ Was für ein Heißsporn und frecher Bursche – möchte man auch aus unserer Sicht womöglich sagen.

Aber es steckt bei aller Härte im Tonfall auch eine frohe Botschaft darin: Wir gehören zu Jesu Familie, zu seinem engsten Kreis, wenn wir den Willen Gottes tun – unabhängig davon, was die Autoritäten der religiösen Gemeinschaft und die Tradition uns lehren. Ich fühle mich erinnert an aktuelle Diskussionen, ob ich noch zur Kirche gehöre, wenn ich z.B. Verständnis aufbringe für Menschen, die in ihrer liebevollen Beziehung zueinander gegen tradierte Normen verstoßen. Ich fühle mich erinnert an Auseinandersetzungen, in denen man sich vielleicht auch gegen liebe Menschen oder eine starke Gemeinschaft, in der man sich heimisch fühlt, entscheiden muss, um seinem Glauben und seiner Beziehung zu Gott treu zu bleiben. Das kann für beide Seiten schmerzhaft sein. Aber es ist der Weg, den Jesus geht.

Jesus sagt, dass alles vergeben werden kann, jeder Fehler und jedes Vergehen. Aber wer ihn als verrückt oder fanatisch oder gottlos bezeichnet, als jemanden mit einem „unreinen Geist“, bloß weil er radikal das tut, was er als den Willen Gottes erkennt, dem wird diese Sünde ewig anhaften. Damit warnt er uns, vorschnell jemanden in eine „Schublade für Gottlose“ zu stecken. Vielmehr sollen wir  sorgsam hinterfragen, was Gott wirklich von uns will – dabei müssen wir die „Geister“ gut unterscheiden. Und dann müssen wir konsequent danach handeln, was wir als Gottes Willen erkannt haben. Allein das zählt! Wir dürfen -mit Jesus- aufmüpfig sein. Dazu wünsche ich uns allen viel Mut und Kraft.

Für das Seelsorgeteam

Ihr Diakon Rolf Faymonville

Aus den Gemeinden

Top
Pfarrnachrichten u. GDO KW 24
Pfarrnachrichten u. GDO KW 23

Tageslesung

St. Elisabeth

Heerstr. 6
51645 Gummersbach Derschlag

Lotzenpunkt im Pastoralbüro Gummersbach

Lotzenpunkt im Pastoralbüro Gummersbach
Ansprechpartnerinnen:
Frau Maria Potthast
Frau Marion Fuchs

Beratung und Unterstützung für Menschen in Not:
Mo. u. Mi. von 13-16 Uhr,
02261/22958

St. Matthias

Löhstr. 1
51702 Bergneustadt-Hackenberg

St. Martin

Marienhagener St. 54
51674 Wiehl-Marienhagen

St. Michael

Derschlager Straße 1
51647 Gummersbach-Lantenbach

St. Maria vom Frieden

Friedrichstaler Straße 22
51645 Gummersbach-Niederseßmar

St. Klemens M. Hofbauer

Bickenbachstraße 98
51643 Gummersbach-Steinenbrück

St. Stephanus

Kölner Straße 287
51702 Bergneustadt

St. Maria Königin

Alte Str. 45
51702 Bergneustadt-Wiedenest

St. Anna

An der Burg 15a
51702 Bergneustadt-Belmicke

St. Franziskus

Moltkestraße 4
51643 Gummersbach

St. Franziskus Xaverius

Blockhausstr. 3
51580 Reichshof-Eckenhagen

Herz Jesu

Dieringhauser Str. 111
51645 Gummersbach-Dieringhausen
Skip to content