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Aus den Gemeinden

von Diakon Patrick Oetterer

„Seht, das Lamm Gottes! – Kommt und seht!“

(Joh 1,36+39)

Liebe Christen,

Das heutige Evangelium eröffnet folgende Perspektive: Jesus Christus ist der Gerechte schlechthin und als der Gerechte ist er der Ort, an dem Gott zu finden ist. Und: Jünger/innen werden gewonnen, indem einer auf das Zeugnis des anderer hin zu Jesus kommt. Dieses „einfache“ Prinzip gilt bis heute. Es ist für einen lebendigen und erfahrungsbezogenen Glauben in neuer Frische wiederzuentdecken und im Ausprobieren anzueignen. Unser Herz wartet auf zuerst und zuletzt IHN.
Zweimal weist Johannes der Täufer als „der“ Zeuge auf Jesus als das Lamm Gottes hin. Nach der Farbensymbolik ist „weiß“ die den Figuren der himmlischen Welt vorbehaltene Farbe der Heiligkeit. Und unter den Tieren ist nach biblisch-apokalyptischer Anschauung keines weißer und daher reiner als ein unschuldiges, fleckenloses Lamm. Wenn Jesus daher zweifach als das Lamm Gottes bezeichnet wird, so nennt ihn der Täufer damit den absolut Gerechten. Dem entspricht, dass der Ausdruck „das Lamm Gottes“ sprachlich gleich zu verstehen ist mit „der Heilige Gottes“. Und so wird Jesus auch öfter genannt, auch im Johannesevangelium. Als der Gerechte ist Jesus heilig und rein, wie es sonst der Tempel ist. Daher werden nach Johannes (4,22-24) die Tempel Jerusalems und des Berges Garizim (Samaritaner) gemeinsam ersetzt durch Jesus als den neuen Ort, an dem man Gott anbetet in Geist und Wahrheit. Denn diese sind bei ihm zu finden. In diesem Sinne sind bereits die Ortsangaben in Joh 1,38f. als theologische Orts-Angaben zu verstehen, die sich um das Verb „bleiben“ im Sinne von „wohnen“ gruppieren: „Wo wohnst du“ – „Kommt und seht!“ – „Sie kamen nun und sahen, wo er wohnte.“ – „Und sie bleiben bei ihm …“. Wo Jesus wohnt, ist darum der heiligste Ort der Gegenwart Gottes, weil Jesus heilig ist. Und dort kann man bleiben, weil dieser Ort von der übrigen Welt abgegrenzt ist durch die Schranke unvergänglichen Lebens. Insofern gibt es eine grundlegende Entsprechung zwischen Jesus und dem Tempel: Wo Jesus ist, dort ist Gott. Und daher gibt es hier dauerhaftes Bleiben, ewiges Leben in der Gegenwart Gottes. Die Alternative wäre weggehen („Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen?“ Joh 6,67) und vergehen.
Liebe Schwestern und Brüder! Unsere Freundschaft mit Jesus lebt aus seiner stets neuen Einladung: „Kommt und seht!“ Nach ihm drängt sich unsere Seele, drängt sich unser wahres Sehnen. Hören wir doch einmal in uns hinein und spüren wir unserer Sehnsucht und ihrer leisen Sprache in Stille nach. „Kommt uns seht!“ ist auch ein Wort, das uns in jeden neuen Tag und besonders auch in dieses neue Jahr einlädt. Darin liegt der An-Spruch für uns: Nimm jede Situation deines Lebens als von Jesus Christus gegeben an, der dich liebend ansieht und dich dadurch an sein Herz zieht. („Gott umarmt uns durch die Wirklichkeit.“ (Hl. Ignatius von Loyola) Dann darfst du erfahren, was wahre Liebe wirken kann. Hinter ihm nach Hause gehend wird es dann in uns singen: „Ich darf dich haben, du bist bei mir als heiliger unzerstörbarer Ort, wo die Liebe zuhause ist.“
Damals blieb sogar für einen Moment die Zeit stehen. Einer der beiden, die bei Jesus blieben, Johannes, weiß noch im hohen Alter: „Es war die zehnte Stunde.“
Ist Jesus Christus für mich der erste und letzte Zufluchts-Ort im neuen Jahr, wie viel und welche Zeit will ich ihm ab jetzt schenken?

Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen, Ihren Familien und Angehörigen mit dem ganzen Seelsorgeteam –
Ihr Diakon Patrick Oetterer

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