von Diakon Manfred Hoffstadt

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen!

Im heutigen Evangelium lesen wir:

  „Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können.“  Klingt dramatisch bis bedrohlich.  Und kein Spatz „fällt … zur  Erde ohne den Willen eures Vaters. … Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.“  Eine Mut machende Botschaft und Aufforderung zu einem Leben im Vertrauen auf Gott.

 Wir können einander, auch unsere Seelen schwer verletzen. Doch kein Mensch kann die Seele töten. Zumindest kein anderer Mensch. Es liegt an uns, der Seele die richtige Nahrung zu geben, damit sie gut gestärkt durch´s Leben kommt und in ihm bleibt.

Momentan haben wir  in unserem Land weniger Angst vor den Mitmenschen, als vor einem Virus, das unser Leben in vielfältiger Weise bedroht. Wir sehnen uns nach Sicherheit, nach Immunität, einem Impfstoff, oder wenigstens einem Medikament, das im Kampf gegen dieses Virus helfen kann. Auch die nächste Grippewelle kommt bestimmt und die Impftermine hierfür stehen vielerorts schon fest. Die Viren sollen keine Chance bekommen.

Doch wie steht es mit unserer Seele? Die Viren, die zum Erkranken der Seele führen scheinen noch gefährlicher. Da braucht´s Vitamine besonderer Art.

Wie werde ich immun gegen eitle Selbstdarstellung, Habsucht und Machtgier? Wie schütze ich meine Seele vor Egozentrik, Neid, übler Nachrede, Betrug, Hass und Gewalttätigkeit …?

EINE gute Vitaminspritze im Sinne des Evangeliums scheint mir GOTTVERTRAUEN.

Das meint ein Leben aus der Gewissheit: Ich bin wertvoll vor Gott, so wie ich bin und mit dem was ich kann. Und das gilt in gleicher Weise für den Menschen neben mir.

Gottvertrauen meint auch ein Leben aus der Gewissheit: Gottes wohlwollende Liebe und Barmherzigkeit begleiten und behüten mein Leben und unser Miteinander.

Gottvertrauen, eine Gewissheit des Herzens, die der Verstand nicht vollends erfassen kann.

Allerdings muss ich diese besondere „Vitaminspritze“ zulassen. Auch bei Gott gibt es in diesem Sinne keine „Impfpflicht“. Es ist unsere Entscheidung. Vielleicht immer wieder neu. Das scheint möglich. Gott sei Dank!

Es grüßt auch im Namen des Seelsorgeteams

Ihr/Euer          Diakon Manfred Hoffstadt

 

 

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