Der Impuls – von Pfarrvikar Klaus Nickl

Liebe Gemeindemitglieder,
unvorstellbar beeindruckend, was doch glaubende Menschen erlebt haben und heute noch erleben!

  1. Abraham: Zähle die Sterne, falls du sie überhaupt zählen kannst…. So zahlreich werden deine Nachkommen sein.
    Zum Zeitpunkt dieser Vorhersagung hatten Abraham und Sara noch kein Kind…. Heute sagen wir: Alle glaubenden Menschen sind Kinder Gottes und Kinder Abrahams!
  2. Jesus: Drei treue Freunde waren ihm so sehr vertraut, dass sie „hinter die Kulissen“ schauen konnten: verwandelt, verklärt war Jesu Aussehen.

a) Die lateinische Bibel nennt das einen Augenblick der „Transfiguation“, d.h.: sehen, was dahinter steckt. Jemand anderes in ihm entdecken, ihm neu erkennen.
b) Die griechische Übersetzung spricht von der „Metamorphose Jesu“. Also wie eine Raupe nach der Weiterentwicklung verborgen im Kokon-Netz plötzlich die Hülle zurücklässt und zu einem Schmetter ling (!) verwandelt ist!

Wer kann sich so etwas ausdenken? Da geraten wir doch ganz schön ins Staunen! Respekt gebührt also bereits der gar nicht ansehnlichen Raupe: Aus ihr wird noch etwas, was uns verblüfft! Und staunen lässt!
Davon ist auf dem Berg Tabor die Rede, dass Jesus – für einen kurzen Moment – auf einer Meta-Ebene „ganz verwandelt“ den treuen Freunden vor Augen steht. Glaubende können auch heute über- rascht werden, indem Jesus ganz anders zu sehen ist, als sie bisher meinten, wer er sei. Sein Geheimnis hinter den Gewohnheiten zu entdecken und ihn mit neuem Verständnis wahr zu nehmen, bringt Glaubende auch heute zum Staunen. Das macht auch mich beinahe fassungslos, reißt mich aus meinem vorgefertigten Denken, lässt den Alltag für eine Zeit außen vor…

Für das Seelsorgeteam
Pfarrvikar Klaus Nickl

 

 

 

 

 

 

 

 

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